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Schulprojekt Patenschaft „Honerather Bach“ 2018

Foto3 Theorie mi Herrn Tempel

8. Klassen Realschule plus in Adenau aktiv

Weiterführende Arbeiten am Gewässer

Leimbach. Zum ersten Mal mit einer Handsäge arbeiten? Die abgeschnittenen Äste einer Weide zusammenbinden zu einer Faschine? Was ist das überhaupt und wozu dient sie? Wie schwer ist es doch, die 80 Jahre alte Steinstickung aus Zeiten des Reichsarbeitsdienstes eines schnurgerade verlaufenden Baches mittels Handwerkzeugen wie Hacke bzw. Pickel aufzubrechen! Ein Spaten? Gar nicht so einfach! Wozu die ganze Mühe?

Die Frage stellten sich gewiss kürzlich bei angenehmem „Arbeitswetter“ nicht wenige der 25 Schülerinnen und Schüler von der Realschule plus in Adenau am Honerather Bach. Am Ende konnten die begleitenden Lehrer Dirk Tempel und Schulleiterin Monika Schüller-Diewald den Erfolg des Lernprozesses in einer Abschlussrunde über gezielte Anfragen bei der Lerngruppe abfragen – mit gutem Ertrag!

Winfried Sander aus Leimbach begleitete auch dieses Mal das Projekt aktiv für das Landesamt für Umwelt in Mainz. Als Landeskoordinator für schulische Bachpatenschaften initiiert und betreut er landesweit schulische Bachpatenschaften.

Der kleine Bach verlief jahrzehntelang auf einer Strecke von gut 100 Metern schnurgerade über ein fest gefügtes Bett. Eine so genannte „Steinstickung“, die von Menschenhand zum schnelleren Abfluss des Gewässers erstellt wurde, hielt alles zusammen. Etliche der Steine wurden in den letzten beiden Jahren von Schülerinnen und Schülern aus der Realschule und dem Gymnasium bereits entfernt! Das Ziel der Arbeit: Wenn die fest verankerten Steine im Bachbett allmählich abschnittweise entfernt und einzelne Steine oder Steinreihen bewusst als Strömungslenker im Bachbett belassen bzw. neu eingebracht worden sind, dann kann sich das Gewässer wieder frei bewegen. Es kann durch Seitenerosion Windungen und Schleifen anlegen, in die Breite gehen und langsamer fließen und damit allmählich wieder naturnahe Form annehmen. Zudem sollen sich damit auch Fauna (Tierwelt) und Flora (Pflanzenwelt) im und am Bach wieder passend ansiedeln.

Erkenntnisse über die komplexen Zusammenhänge im System „Bach“ und die Erläuterung der Maßnahmen im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Obere Ahr-Hocheifel durch Dr. Maria Dommermuth von der Kreisverwaltung Ahrweiler sind zudem überaus wichtig.

Zudem stehen körperliche Arbeiten an: Bau einer Faschine, einer Bündelung von Weidenästen, die nach Lockerung, Aufbruch und teilweise Entfernung des steinernen Bachbettes als gewollte Strömungslenker, die in einem Winkel von 45 Grad in Strömungsrichtung in das Wasser reicht und tief in das begleitende Ufer eingebaut wird. Die abgelenkte Strömung prallt auf die andere Bachseite und bringt so die ehemals geradlinige Strömung zum Schwingen und damit zur gewünschten Seitenerosion. Zugleich bietet das Gebilde Schutz für Fische und andere Lebewesen. Gleiches gilt für die locker eingebrachten Steine. Allerdings: „Dieser Vorgang braucht Zeit und vor allem mehr Wasser als augenblicklich und möglichst auch Hochwasser“, merkt Sander an: „Ein Projekt, das auf weitere Schuljahre angelegt ist“!

Andere Schülergruppen untersuchen anhand eines Rasters die Gewässerstrukturgüte, also die Wertigkeit des Lebensraumes im und am Gewässer. Über die Analyse der tierischen Wasserbewohner im Gewässer lässt sich die Gewässergüte feststellen. Beides hat sich seit Beginn der Arbeiten vor drei Jahren positiv verändert.

Nicht zu vergessen: Was die Schülerinnen und Schüler im Kleinen leisten, läuft im Großen im Projekt „Obere Ahr-Hocheifel. Zudem fördert die nahe Zusammenarbeit der jungen Menschen, darunter auch einer Reihe von Schülern mit Migrationshintergrund, und der Lehrer am Gewässer das Gemeinschaftsbewusstsein – und nicht nur mit Blick auf die Ökologie!

Das Projekt findet dauerhaft die großzügige Unterstützung durch die Kreissparkasse Ahrweiler, die den beiden beteiligten Schulen aus der Verbandsgemeinde Adenau Finanzmittel für das Material und die Auswertung der Ergebnisse bereitstellt.

Foto2 Schwere Arbeit am Bach

 


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